Einrad

Standard-Einrad

Seit August 1998 fahre ich Einrad. Angefangen hat es damit, dass mir im Urlaub eine Zeitschrift in die Hände fiel, die das Einradfahren als für jeden relativ leicht erlernbar beschrieb. Aus dem Urlaub zurück war einer der ersten Wege der zum Radhändler, welcher mir sein eigenes Einrad zum Lernen auslieh. Nach zwei Tagen harten Trainings war es soweit, dass ich die ersten 100m fahren konnte. Somit war es an der Zeit, ein eigenes Einrad zu kaufen.
Zu dem Zeitpunkt war für mich Einrad = Einrad, außer einer eckigen Gabel oder einer Alufelge konnte ich also keinen richtigen Unterschied zwischen meinem No Name-Einrad und einem preisintensiveren erkennen. Trotzdem glaube ich, dass es für den Anfang und für einfache Freestyle-Tricks eine gute Wahl ist. Außer dem Sattel, der mittlerweile ein Viscount ist, und dem Reifen, der ein neuer ist, weil der andere abgefahren war, ist das Rad noch im Ausgangszustand und wird von mir zum Üben von Freestyle-Sachen genutzt.
Bevor ich das Muni hatte, wurde es auch vorsichtig für den einen oder anderen Drop und zum "Offroad"-Fahren missbraucht, glücklicherweise hat es aber diese "Misshandlung" lange Zeit schadfrei überstanden, bis Ende September 2006 die linke Kurbel einfach so beim Aufstieg während des Einradhockeys abfiel. Jetzt hat es eine Qu-ax-Nabe mit Alufelge und fährt gleich nochmal so gut :-)


Qu-ax Muni

Qu-ax Muni

Trotzdem zeigte sich mehr und mehr eine gewisse Einschränkung beim Fahren mit dem Standard-Einrad, so dass der Entschluss feststand: Ein stabileres Einrad muss her, am besten mit Vielzahnachse.
Zum achtzehnten Geburtstag war es dann so weit, ich bekam mein 24"-Geländeeinrad, mit dem es durch den dicken Reifen viel besser über Stock und Stein geht und das auch mal den einen oder anderen Sprung aus mehr als einem Meter Höhe abkann.
Einzige Schwachstelle an der Qu-ax Vielzahnnabe bisher: Die nicht rostfreien Lager sitzen direkt auf dem Vielzahn, was nicht gerade der ideale Lagersitz ist und dadurch bei mir innerhalb kürzester Zeit anfing zu klappern. Damit dieses Klappern nicht dazu führt, dass der "Lagersitz" ausschlägt, haben wir den Lagern mit Kunstharz einen glatten, spielfreien Sitz geschaffen und im selben Zug die Lager gegen rostfreie ausgetauscht.
Die "Sollbruchstelle" am KH-Sattel (vordere Schraubenlöcher) konnten wir verstärken, indem wir die Bremsgriffaufhängung, welche am Sattelgriff ansetzt, bis zur Sattelstütze durchgezogen haben, so dass nun auch kein Flexen des Sattels mehr zu spüren ist.
Mit der schweren Gabel, den Bremsen und der Versteifung des Sattels kratzt das Rad nun mehr und mehr an der 9kg-Marke, wodurch es nun mehr zum durchs Gelände heizen als zum Springen und Trialen taugt.


Qu-ax Trial-Einrad

Qu-ax Trials

Nein, es gibt kein Werkzeug, mit dem man alles reparieren kann. Es gibt auch keinen Alleskleber. Für jeden Zweck braucht man das richtige Werkzeug, den richtigen Kleber, das richtige Einrad.
Aus diesem Grunde habe ich mir dann (hoffentlich als letztes Einrad) das Qu-ax Trial-Einrad gegönnt. Leichter, handlicher und mangels Bremse nicht so anfällig für unschöne Aufschläge (das 24er ist einmal mit dem Bremsgriff zu erst auf 'nen Brunnenrand geknallt - Bremse leckte...). Alles in allem eben ideal fürs Springen und Trialen. Dazu benutze ich es auch. Beim 1. Dresdner Einradtag habe ich immerhin damit den Hochsprungwettbewerb zusammen mit einem "Konkurrenten" gewonnen. Die erreichten 50cm sind in Zukunft trotzdem noch ausbaubar :-)